Von Truckfahrern und Wäschefrauen

Ob in geräumigen Gepäckfächern, mit Seilen hoch oben auf Bus- und Taxidächern festgezurrt, oder sogar mit uns im komfortablem Innenraum zwischen Reissäcken, Hühnern und schreienden Kindern, auf illegalen abenteuerlichen Bootsfahrten durch die karibische Nacht, und dank unseres fahrbaren Untersatzes beim Ziehen über länderspezifische Unwegsamkeiten – tatsächlich ist es kein Problem mit La Silla zu reisen.

 

Zugegeben, ein paar wahnwitzige Momente ergaben sich doch: beispielsweise auf der löchrig zusammengezimmerten Eisenbahnbrücke zwischen Panama und Costa Rica, als La Silla in schwindelerregender Höhe einen Reifen verlor, oder wir mal wieder nachts an abgelegenen Orten strandeten und unser Geld nur noch für ein paar Bier reichte. Aber wie das Sientate-Leben so spielt brachte uns ein kleiner Junge den Reifen wieder und auch an Bier fehlte es uns nie.

 

Die Menschen hier lassen sich durch einen rollenden, roten Sessel nicht so einfach aus der Ruhe bringen, begrüßen uns zumeist mit einem freundlichen Lachen und sind sofort aufgeschlossen, wenn wir von unserem Projekt erzählen und bis jetzt immer bereit mitzumachen. So konnten wir auf dem Weg von Panama nach Nicaragua schon einige Portraits sammeln. Vom Gesundheitsbeamten auf der Isla de Bastimiento in der Karibik über den Truckfahrer an der Grenze zu Nicaragua bis zur Waschfrau auf der Vulkaninsel Ometepe auf dem Lago Nicaragua.

 

¡Sientate – pura vida!

 

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